Die Entscheidung im Umgang mit Henni Krabbe ist keine spontane oder leichtfertige Entscheidung gewesen. Seit Jahren bestehen erhebliche Konflikte innerhalb der Verwaltung und in den betroffenen Arbeitsbereichen. Zuständigkeiten wurden schrittweise verändert beziehungsweise entzogen – darunter Schule, Sport, Soziales und zuletzt Anfang Februar 2026 auch das Jugendamt.
In dieser Zeit hat es zahlreiche Gespräche, Vermittlungsversuche, Strategien und interne Bemühungen gegeben. Die entscheidende Frage lautet daher: Welche Konsequenz zieht man, wenn all diese Maßnahmen dauerhaft ohne Erfolg bleiben? Einfach weiterlaufen zu lassen wäre verantwortungslos.
Als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen tragen wir Verantwortung und nehmen unsere Fürsorgepflicht ernst – und zwar für ALLE Beschäftigten der Stadtverwaltung und für die Funktionsfähigkeit der städtischen Arbeitsbereiche, nicht nur für eine einzelne Person. Dieser Verantwortung müssen wir gerecht werden.
Dazu gehört auch, Entscheidungen zu treffen, wenn dauerhafte Konflikte die Arbeitsfähigkeit, die Zusammenarbeit und das Vertrauen beeinträchtigen. Gerade im sensiblen Bereich von Verwaltung, Jugendhilfe, Schule, Soziales und Kultur kann man nicht jahrelang zuschauen und hoffen, dass sich Probleme irgendwann von selbst lösen.
Dabei gilt selbstverständlich: Verfahren dieser Art werden nicht öffentlich mit allen Bürgerinnen und Bürgern diskutiert, sondern innerhalb der gesetzlichen Vorgaben und rechtsstaatlichen Verfahren geführt. Genau daran haben wir uns gehalten.
Besonders irritierend ist für uns das Verhalten der FDP. Erst durch ihren Antrag wurde die geheime Abstimmung erzwungen, wir wollten die Abstimmung offen durchführen. Im Anschluss dann diejenigen, die sich an die vorgeschriebenen demokratischen Abläufe halten, als „gesichtslos“ oder „feige“ zu bezeichnen, ist freundlich formuliert widersprüchlich.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen steht zu ihrer Verantwortung für die Mitarbeitenden der Stadt, für funktionierende Verwaltungsstrukturen und für sachorientierte politische Entscheidungen im Interesse aller Mendenerinnen und Mendener.





Verwandte Artikel
Antrag: Kanalnetzübertragung statt Erhöhung der Grundsteuer B
Die Fraktionen von Grünen und SPD stellen zum Rat am 04.02. folgenden gemeinsamen Antrag: Sehr geehrter Herr Bürgermeister, im Haupt- und Finanzausschuss hat der Kämmerer die dramatische Finanzlage der Städte…
Weiterlesen »
Abwahlantrag: FDP und MI wollen eigene Verantwortung wegschieben!
Wir GRÜNE haben Uwe Siemonsmeier 2011 nicht zum Kämmerer gewählt, weil wir einen anderen Bewerber favorisiert haben. Er hat uns aber in den folgenden Jahren als Kämmerer überzeugt – nicht…
Weiterlesen »
Förderprogramm “Klimaschutz” für Alte Wache und Battenfeld nutzen
Im Umwelt- und Klimaausschuss am 28.08. wurde mehrheitlich empfohlen, auf die Umgestaltung des Platzes Alte Wache zu verzichten. Hintergrund war das Ausbleiben der erwarteten Fördermittel. Im selben Ausschuss wurde empfohlen,…
Weiterlesen »
Kommentar verfassen