Treff am Papenbusch muss bleiben!
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Datum: 18.05.2010Ihre AnsprechpartnerInnen:
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Ingrid Ketzscher ist Vorsitzende des Grünen Ortsverbandes. Sie ist stellv. Sprecherin der Ratsfraktion, Mitglied im Integrationsrat und kinder- und jugendpo-litische Sprecherin der GAL.
ketzscher@gal-menden.de
"Warum sollen sich wohlhabende Eltern von drei Kindern nicht solidarisch an den Kosten für eine qualitätsvolle Bildung in den Kitas beteiligen?" fragen die Grünen und folgen damit dem Verwaltungsvorschlag, auch für Familien mit drei und mehr Kindern die Beiträge sozial zu staffeln. Das bringt eine Haushaltsentlastung von jährlich 138.000 Euro.
Ausgeweitet auf alle Ermäßigungen für städtische Angebote an Kinder und Jugendliche, kommen durch Sozialstaffelung weitere Einsparungen in Höhe von 34 000 Euro hinzu. Insgesamt könnte also die Einnahmeseite um rund 170 000 Euro erhöht werden.
Aus Sicht der Grünen sollen Vergünstigungen nicht mit der Gießkanne ausgeschüttet werden, denn die finanzstarken Bürgerinnen und Bürger Mendens sind nicht auf öffentliche Hilfe angewiesen. Kommunale Aufgabe sei es vielmehr, für Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder Sorge zu tragen und dort früh genug Begleitung anbieten, wo es zu Überforderungsituationen und damit auch zu Vernachlässigung oder Gewalt gegen Kinder kommen kann.
Deshalb wollen sie in vollem Umfang alle Angebote der „Frühen Hilfe" erhalten: Familienpaten, Treff für junge Mütter, Motivation für die Vorsorgeuntersuchungen, Sprachförderung und Familienlotsinnen. Alle diese Angebote würden die Stadt in die Lage versetzen, immense Folgekosten zu sparen. Das gleiche gelte für die Jugendberufshilfe und die Reintegration psychisch Kranker.
Den Treff Am Papenbusch wollen die Grünen unter ihren besonderen Rettungsschirm stellen. „Hier haben Jugendliche unterschiedlicher Herkunft monatelang gemeinsam malocht, mit Erfolg. Sie haben sich einen Raum geschaffen, wo sie ihre Freizeit unter kompetenter Begleitung sinnvoll miteinander verbringen können" erklärt Ingrid Ketzscher: „Erst anfüttern und dann verhungern lassen, das wäre verheerend und hätte mit Sparsamkeit überhaupt nichts mehr zu tun. Der Treff muss bleiben!"
