zur Startseite Bündnis 90 Die GRÜNEN Ortsverband Menden

Bündnis 90 Die GRÜNEN Ortsverband Menden

Sie sind hier: Start » Stop A46! » Trassenspaziergang

Trassenspaziergang

Sie benötigen den FlashPlayer, um sich den Trassenspaziergang ansehen zu können

 

Hier eine Beschreibung des Trassenverlaufs und der daraus folgenden Eingriffe in Natur und Landschaft:

Nach Unterquerung von Hemer-Stübecken durchschneidet die Trasse das Waldgebiet Brandholz und die Waldemei. Der Raum besitzt einen hohen Wert für die stille Erholung als das am meisten von Wanderern, Spaziergängern und Laufsportlern frequentierte Gebiet Mendens. Ein hoher Anteil an altem Laubmischwald, durchzogen von natürlich ausgeformten Bachtälchen bedingen die besondere Attraktivität sowohl für Mensch, als auch für Tier- und Pflanzenwelt. Die gut ausgeprägten und vielfältigen Biotopstrukturen (z.B. Alt- und Totholz, Sumpfzonen) sowie die Ausdehnung des bislang unzerschnittenen Waldgebiets bilden die Ansiedlungsgrundlage für einige störungsempfindliche Arten mit besonderen Biotopansprüchen.
Die direkte Wald- und Biotopzerstörung wird inkl. der Böschungen in Einschnitt- oder Dammlagen und Sicherheitsstreifen 60 m Breite oft übertreffen. Die Lärmschneise, die eine Verkehrslautstärke von mindestens 55 dBA übersteigt, wird durchschnittlich 600 m breit sein (55 dBA kennzeichnen die Lautstärke, die tagsüber in einem Wohngebiet erreicht werden darf, nachts beträgt dieser Wert 40 dBA → zur Erläuterung: alle 3 dBA verdoppelt sich die Lautstärke - bereits der nächtliche Grenzwert ist mit dem Erleben von Wald und Natur unvereinbar). Die verbleibenden wenig gestörten Waldbereiche werden die Funktionen für einige menschliche Aktivitäten sowie die Lebensraumansprüche einiger stark gefährdeter Arten nicht erfüllen können. Entsprechend wird dieses große Waldgebiet entwertet.

Nach Querung der Kirschenallee und Überquerung der B7 durchschneidet die Trasse die Oeseaue. Dieses bislang insbesondere von Naturfreunden beachtete Gebiet ist Lebens- und Nahrungsraum für mehrere stark gefährdete Tierarten wie z.B. Schwarzstorch, Fledermäuse, Wat- und Wasservögel. Der hervorragende Wert dieses Raums ergibt sich durch das verzahnte Nebeneinander attraktiver Biotoptypen: Bachlauf mit Ufergehölzen, die große Fläche der ehemaligen Oeseteiche mit Tümpeln-Weihern-Röhrichten-Baumreihen etc., Feuchtwiesen, Wiesen, Äckern (z.T. in Stilllegung), Gräben und Rinnsalen.

Anschließend wird der Haunsberg mit einer tief eingekerbten Trassenführung durchschnitten. Er gilt als beliebtes Gebiet für Wanderungen und sportliche Aktivitäten (Auswirkungen siehe oben). Im Anschlussbereich an die B515 wird durch die Anlage der Auf- und Abfahrten ein u.a. für Amphibien sehr wertvoller Teich inkl. seines Zulaufs überbaut.

Womöglich wird das Gewerbegebiet der südlichen Horlecke sowie die Hönne mit einem höchst fragwürdigen und auch in der Unterhaltung sehr kostspieligen Tunnel unterquert, alternativ überbrückt (Beton über Beton, Lärm über Lärm).

Das Ende dieses Tunnels oder der Anfang eines Tunnels unter dem Limbergfriedhof wird im Bereich der Naturschule Arche Noah liegen. Der Teich der Arche wird durch den Limbergbach gespeist. Dieser für menschliche Bedürfnisse (Friedhof, Naturschule, stille Erholung in Wald und anschließender Feldflur) sehr störungsempfindliche Raum wird alternativ mit einem in offener Bauweise errichteten unter dem Friedhof geführten Tunnel oder einer freien Trasse längs durch das Bachtal durchschnitten. Das Bachtal stellt mit seinen alten Laubholzbeständen einen sehr hochwertigen Lebensraum für stark gefährdete Tierarten (u.a. Schwarzstorch, mehrere Specht- und Fledermausarten) dar.

Nach Querung des Oesberner Wegs nahe dem Spitthof durchschneidet die Trasse das Waldgebiet östlich des Hexenteichs. Abgesehen von der bereits verlärmten Schneise des rel. stark befahrenen Oesberner Wegs gilt der Raum in Zusammenhang mit dem vorgenannten als beliebtes, lärmfreies Wandergebiet, das in Kontakt zu den nachfolgend genannten Kulturlandschaftsgebieten sowie zum Wildwald Vosswinkel steht. Je nach Holzart und sonstigen Biotopbedingungen kommen auch hier gefährdete Tierarten vor. Weiter führt die Trasse durch die Feldflur um Oesbern und passiert das Windrad. Von dieser Kuppenlage besteht eine weite Aussicht nach Süden.

Nördlich der Kuppe beginnt die besonders attraktive Kulturlandschaft von Werringsen und Barge, deren Wert von den Gutachtern der UVS ignoriert wird (Erläuterung: Gutachter achten darauf, dass das Vorhaben ihrer Auftraggeber in gutem Licht erscheint). Als Faktoren für die Bewertung von Landschaft gelten u.a. Gehalt an charakteristischen Elementen, Vielfalt, belebende Strukturen in Vegetation und Topographie, Lärm, Aus- sowie Einblicke (Transparenz) und Natürlichkeit. Außer bei der Natürlichkeit erlangt dieser Raum ausschließlich positive Werte. Bei gutem Wetter sind von hieraus die Hammer Kraftwerke weit hinter dem Haarstrang zu sehen. Das durch Bodenwellen, -kuppen und - mulden geprägte Gebiet ist reich an unterschiedlichen Gehölzstrukturen (Obstwiesen, Einzelbäume, Hecken ...), Grünlandparzellen wechseln sich ab mit Ackerflächen. Der Gebiet erfreut sich bei Wanderern höchster Beliebtheit, von hieraus ist in 30 Minuten der Haupteingang zum Wildwald Vosswinkel fußläufig zu erreichen. Eine Autobahn würde diesen bislang verkehrsärmsten Raum Mendens hinsichtlich des Erholens in der Landschaft völlig entwerten.

Wenn Sie einen Link auf diese Seite setzen wollen können Sie eines der folgenden Banner (Rechtsklick-»Ziel speichern unter«) benutzen: 

Geben Sie als Linkziel die URL http://gruene-menden.de/stop-a46/a46-trassenspaziergang an.

Silhouette Menden